© 2020 Deutsche Welle | Sie soll die klassischen Disziplinen der Philosophie, Logik und Metaphysik, ersetzen, indem sie die beiden Programme, die Darstellung des reinen Denkens und der Idee des Absoluten, miteinander vereint. Der Geist wird sich erst als absoluter Geist des Prinzips der Welt, d. h. der absoluten Idee, bewusst (E III 366). Hegel vertritt die allgemeine Rechtsgleichheit aller Bürger (R 360 A). November 1831 in Berlin) war der wohl einflussreichste Philosoph des deutschen Idealismus. Das zusammenfassende Werk des gesamten Systems Hegels ist die Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften (ab 1816). Neu herausgegeben von. Die Kunstformen unterscheiden sich dabei in der Weise der Darstellung der „verschiedenen Verhältnisse von Inhalt und Gestalt“ (Ä I 107). Religion, Recht und Moral haben demnach nicht die universelle Gültigkeit, welchen Anspruch sie stets geltend machen. [57] Sie kann keine „Sammlung zufälliger Meinungen“ (GP I 15) sein, weil der Begriff „philosophische Meinung“ selbstwidersprüchlich ist: „Die Philosophie aber enthält keine Meinungen; es gibt keine philosophischen Meinungen.“ (GP I 30). Außer philosophischen Studien von Platon und Aristoteles las er Homer und griechische Tragödien, machte Exzerpte aus Büchern, besuchte Vorlesungen über Physiologie und befasste sich mit Mineralogie und anderen Naturwissenschaften. Das Logische muss aufgrund des ihm eigenen dialektischen Charakters aus sich heraustreten und sich sein Anderes, die Natur, entgegensetzen, die sich durch Begriffslosigkeit und Vereinzelung auszeichnet. Die ideale Staatsform stellt für Hegel die konstitutionelle Monarchie dar. Philosophie. Sie wurde in den von ihm selbst publizierten Werken kaum ausgearbeitet und findet sich überwiegend in den Vorlesungsmitschriften. Sie ist die subjektivste der Künste; wie keine andere Kunst vermag sie auf den Einzelnen einzuwirken. In der Philosophie der Natur kommen daher keine neuen Bestimmungen hinzu. Naturrecht und positives Recht sind für Hegel komplementär. Die Steigers führten Hegel auch in die damalige soziale und politische Situation in Bern ein. Er bleibt aktuell. Beispielhaft zeigt sich dies in dem Kapitel über „Herrschaft und Knechtschaft“ aus Hegels … „Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“. So ist der Raum als solcher eine Instanz der reinen Quantität. Es gibt ein Recht des Individuums, die Bedürfnisse, die es als organisches Wesen hat, zu befriedigen: „Es ist nichts Herabwürdigendes darin, daß jemand lebt, und ihm steht keine höhere Geistigkeit gegenüber, in der man existieren könnte“ (R 232 Z). Schönheit und Wahrheit sind für Hegel „einerseits dasselbe“, da das Schöne „wahr an sich selbst“ sein muss. Sie breitet sich „im Felde des inneren Vorstellens, Anschauens und Empfindens selber zu einer objektiven Welt aus“, weil sie „die Totalität einer Begebenheit, eine Reihenfolge, einen Wechsel von Gemütsbewegungen, Leidenschaften, Vorstellungen und den abgeschlossenen Verlauf einer Handlung vollständiger als irgendeine andere Kunst zu entfalten befähigt ist“ (Ä III 224). Hegel betrachtet die Natur „als ein System von Stufen […], deren eine aus der andern notwendig hervorgeht und die nächste Wahrheit derjenigen ist, aus welcher sie resultiert“ (E II 31). [47] An und für sich geltende Zwecke und subjektive Befriedigung sind für ihn nicht zu trennen. Das reproduzierende Gedächtnis erkennt ohne Anschauung und Bild, allein anhand der Namen und ermöglicht somit das Denken: „Bei dem Namen Löwe bedürfen wir weder der Anschauung eines solchen Tieres noch auch selbst des Bildes, sondern der Name, indem wir ihn verstehen, ist die bildlose einfache Vorstellung. Indem sie solchermaßen noch „in die Subjektivität eingeschlossen ist, ist sie Trieb, diese aufzuheben“ (L II 572) und „entschließt“ sich darum, „sich als Natur frei aus sich zu entlassen“ (E I 393). Während die Seele noch nicht in der Lage ist, sich aus ihren Inhalten, den Empfindungen, herauszureflektieren, ist das Ich gerade durch das „Sich-von-sich-Unterscheiden“ (E III 199 Z) definiert. B. in der Französischen Revolution zeigt. Es gliedert sich in „Logik“, „Naturphilosophie“ und „Philosophie des Geistes“, die unter anderem auch eine Geschichtsphilosophie umfasst. Doch das Ich bezieht sich zugleich auf das, was es ausschließt, indem der Verstand „die Unterschiede als selbständig annimmt und zugleich auch ihre Relativität setzt“, aber „diese Gedanken nicht zusammenbringt, sie nicht zum Begriffe vereint“ (E I 236 A). Mit den Kategorien des Raums und der Zeit ist nach Hegel zunächst weiter die Kategorie der Bewegung involviert. Diese Abstraktheit ist einerseits Voraussetzung für die Gleichheit unter den Menschen, andererseits der Grund, dass der Geist als Person „seine Besonderheit und Erfüllung noch nicht an ihm selbst, sondern an einer äußerlichen Sache hat“ (E III 306). Der „reine Geist“ kann nicht krank sein; nur durch das Beharren in der Besonderheit seines Selbstgefühls, durch seine „partikuläre Verleiblichung“ ist das „zum verständigen Bewußtsein gebildete Subjekt noch der Krankheit fähig“ (E III 161). Das Recht ist nach Hegel identisch mit dem freien Willen. Er ist aber später von Historikern der Astronomie in Schutz genommen worden.[7]. In der Philosophie schließlich entsteht das Gebäude der Vernunft-geleiteten Wissenschaft, in dem das selbstbewusste Denken die ewige Wahrheit der Idee (in der Logik) begreift und in allem wiedererkennt. [39] Die Aufeinanderfolge der Stufen ergibt sich für Hegel „nicht so, daß die eine aus der andern natürlich erzeugt würde, sondern in der inneren, den Grund der Natur ausmachenden Idee. Der Philosoph der Freiheit (C. H. Beck): ein 800 Seiten dicker Brocken und die detailverliebteste Neuerscheinung; auch Sebastian Ostritsch … Es ist nur eine tote, ja zu oft heuchlerische Moralität, welche gegen die Form der Leidenschaft als solche loszieht“ (E III 296). Seiner Meinung nach ist es möglich, die komplette Wirklichkeit exakt definitorisch erklären zu können. Als politischer Philosoph wurde Hegel für seinen Staat, und als vernünftig-optimistischer Geschichtsphilosoph für die Geschichte dieses Staates, im Nachhinein haftbar gemacht;[59] d. h. die persönliche Enttäuschung über die politische Entwicklung Preußens und darauf Deutschlands wurden mit Vorliebe Hegels Philosophie angelastet. Werke in 20 Bänden. Die klassische Kunstform stellt die „Vollendung“ der Kunst dar (NS 364). Vgl. Es geht nicht um ein bloß theoretisches Verständnis irgendeines Gegenstands oder Phänomens der „Natur“, sondern um ihre Stellung auf dem Weg des Geistes zu sich selbst. Deren Sätze beruhen auf den Anschauungsformen Raum und Zeit, die die Wahrnehmung erst strukturieren, und den Kategorien, die sie zu einer synthetischen Einheit verbinden. Gott wird als Allgemeines verstanden, das auch die Unterscheidung, das Setzen seines Anderen, des „Sohnes“ und die Aufhebung der Differenz beinhaltet (vgl. Im Januar 1801 erreichte Hegel Jena, das zu dieser Zeit stark durch die Philosophie Schellings geprägt war. Durch den äußeren Inhalt ist der Wille „für mich als der meinige so bestimmt, daß er in seiner Identität nicht nur als mein innerer Zweck, sondern auch, insofern er die äußerliche Objektivität erhalten hat, meine Subjektivität für mich enthalte“ (R 208). Die Seele macht einen Organismus erst zu einem solchen. Zur Erläuterung des „Begriffs des Begriffs“ erinnert Hegel an die „Natur des Ich“. An anschaulichen Beispielen erläutert Hegel den Charakter dieser Einheit. Ein zentrales Thema ist dabei die Auseinandersetzung mit Spinozas Begriff des Absoluten. Nach Empfehlung durch Johann Wolfgang Goethe und Schelling wurde Hegel im Februar 1805 zum außerordentlichen Professor ernannt. Die „wirkliche Seele“ entsteht im Prozess der Befreiung des Geistes von der Natürlichkeit. Hegel vertritt einen weiten Verschuldensbegriff, der sich auch auf solche Fälle erstreckt, die nicht durch meine „Tat“, sondern etwa durch mein Eigentum verursacht sind. Es ist dem Keim nichts anzusehen. (R 381 Z). Auf der Grundlage der Werke von 1832 bis 1845 neu ediert. Der Mangel der Natur zeigt sich gleichsam darin, dass sie nicht einmal böse sein kann: „Wenn aber die geistige Zufälligkeit, die Willkür, bis zum Bösen fortgeht, so ist dies selbst noch ein unendlich Höheres als das gesetzmäßige Wandeln der Gestirne oder als die Unschuld der Pflanze; denn was sich so verirrt, ist noch Geist“ (E II 29). So richtet er seine Aufmerksamkeit nicht auf die Entfaltung der Idee, sondern auf die sogenannten „materiellen Verhältnisse“, die es in Form ökonomischer Gesetze zu erkennen, also bewusst zu machen gilt. Neben Hegels ‘Philosophie der Rechts- und ’Geschichtsphilosophie’ finden Sie auch Bücher von der britische Hegel-Empfang um 1900, einschließlich Baille, MacTaggart, Hibben und Cunningham. Hegel behandelt in diesem Zusammenhang im Wesentlichen parapsychologische Phänomene, psychische Krankheiten und das Phänomen der Gewohnheit. So ist der Satz „Aristoteles ist im 73. Die Abhängigkeit der Menschen voneinander erhöht sich (R 352); denn der „Mensch erarbeitet sich nicht mehr das was er braucht, oder braucht nicht mehr, was er sich erarbeitet hat“ (GW 6, 321 f.). Die Negation ist der Motor und das Prinzip der Geschichte, aber sie enthält nicht das Ziel ihrer Entwicklung. Philosophie: 250 Jahre Hegel. Sein Werk ist bis … Allerdings bleibt sie auf die Architektur bezogen, in der sie allein ihren Platz hat (Ä II 352f.). Für den Bereich der theoretischen Philosophie verwirft Kant die Möglichkeit synthetischer Urteile a priori, da deren Sätze und Schlüsse die Sphäre möglicher Erfahrung überstiegen. Das Absolute wird sich dadurch seiner selbst bewusst als der ewigen, unzerstörbaren Idee, als des Schöpfers der Natur und aller endlichen Geister (E III 394). Damit verbunden ist die Herstellung eines „ewigen Friedens“, in dem alle Völker als besondere Staaten ihre Erfüllung finden können. Hegels „Begriff“ hat drei Momente: Allgemeinheit, Besonderheit (Getrenntsein) und Einzelheit (Individualität). Logik, Naturphilosophie und die Philosophie des Geistes sind nicht nur die Grunddisziplinen der Philosophie; in ihnen drückt sich auch „die ungeheure Arbeit der Weltgeschichte“ (PG 34) aus, die vom „Weltgeist“ verrichtet wurde. Die Idee ist das Wahre (L II 367); sie ist damit identisch mit allem, was die Wissenschaft der Logik in Bezug auf die logische Struktur des Seins darlegt. Die reine Unmittelbarkeit des Anfangs lässt sich so nur in den zwei gegensätzlichen Bestimmungen „Sein“ und „Nichts“ zum Ausdruck bringen. Im Unterschied zur frühen Naturphilosophie Schellings sieht Hegel das Verhältnis zwischen Idee und Natur nicht als gleichgewichtig an; vielmehr steht für ihn die Natur unter dem Primat der Idee. Es gibt keine die Staaten übergreifende machthabende und rechtsetzende Instanz. Nach seiner Begeisterung für den revolutionären Aufbruch 1789, dem Erschrecken über den Menschen „in seinem Wahn“ (Schiller) und dem Scheitern Napoleons hatte bei Hegel eine politische Neuorientierung stattgefunden. Eine starke Regierung könne laut Hegel, im Gegensatz zur Demokratie, die Menschen zwingen, für das Allgemeinwohl zu handeln. Für Georg Wilhelm Friedrich Hegel bestand das Leben aus steter Veränderung. Ein wesentliches Element des theoretischen Geistes stellt die Sprache dar. Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. Es ist zu unterscheiden zwischen dem Ich, wie es nur theoretisch oder ideell und wie es praktisch oder reell sich zum Gegenstande, zur Objektivität macht“ (NS 57). B. Schmetterlinge, sterben daher unmittelbar nach der Begattung, denn sie haben ihre Einzelheit in der Gattung aufgehoben, und ihre Einzelheit ist ihr Leben“ (E II 518 f. Z). Hegels Philosophie des „absoluten Geistes“ umfasst seine Theorie der Kunst, der Religion und der Philosophie. Die Natur ist nicht schlechthin „Idee“ oder „Geist“, sondern das „Andere“. Zu Hegels 250. Das Bestehende nimmt sie in einem unendlichen Prozess in sich auf und bringt es erneut aus sich heraus. Hegel begründet seinen Ansatz mit der Notwendigkeit der Restitution des verletzten Rechts. Die bestehenden Tugend- und Moralvorstellungen werden in Frage gestellt; es wird nach allgemein gültigen Begründungen für sie gesucht. Diese Kritik hat sich teils aus verschiedenen Motiven akademischer, schulmäßiger und ideologischer Rivalität (vor allem im Fall Schopenhauers) gespeist. August 1770 in Stuttgart; † 14. 2012, S. 43–50. Diese bezieht sich auf die Geschichte und unsere eigenen Gedanken, die sich aus einer kontinuierlichen Bewegung … Die Witwe, Maria Hegel, erlebte noch das Studium ihrer zwei Söhne (s. Der Begriff der Anzahl als eine Summe von Einheiten schließt den Begriff der Trennung, der Begriff der Einheit dagegen schließt Kontinuität ein. Der Entwicklungsgedanke in dieser Konzeption vollzieht sich als Fortschritt, als ein Überschreiten zu einer neuen Form. [5], Das Thema der Doktorarbeit („Habilitationsdissertion“), durch die sich Hegel für die Stellung als Privatdozent qualifizierte (Dissertatio Philosophica de orbitis planetarum, 1801), war unter dem Einfluss der Naturphilosophie Schellings gewählt. 2012. In der Erkenntnis (des Wahren und des Guten) strebt das erkennende Subjekt nach Wissen über ein gegebenes Objekt. Am 27. Er nennt diese Synthesen mit Schelling Indifferenzen, manchmal Identität oder Totalität. Das Tier hat ferner eine Stimme, mit der es seine Innerlichkeit ausdrücken kann, Wärme und Empfindung (E II 431 Z). Der Vater Georg Ludwig (1733–1799), geboren in Tübingen, war Rentkammersekretär in Stuttgart und entstammte einer Familie von Beamten und Pfarrern (siehe Familie Hegel). Um ihn völlig zu erfassen, muss der Begriff zu sich selbst zurückkehren, so wie das Samenkorn wieder zu seinem „ersten Zustand“ zurückkehrt. Hegel übte auch entscheidenden Einfluss auf Søren Kierkegaard und die Existenzphilosophie aus, später vor allem auf Jean-Paul Sartre. Dies wird im Begriff des Seins ausgedrückt, der keinerlei Bestimmungen aufweist. Seine Vorlesungen wurden schnell populär und ihre Hörerschaft vergrößerte sich weit über das universitäre Umfeld, denn auch Kollegen und Staatsbeamte suchten nun seine Lehrveranstaltungen auf. Die Kategorie reinen Auseinanders schlägt damit dialektisch in die des Punktes um, der als „Nicht-Auseinander“ bestimmt ist. Im ersten Teil der objektiven Logik thematisiert Hegel den Begriff des Seins und die drei Grundformen unserer Bezugnahme auf ihn: Quantität, Qualität und Maß. Sie begreift die innere Einheit der mannigfachen religiösen Vorstellungen auf rein begriffliche Weise und eignet sich „durch systematisches Denken“ dasjenige an, „was sonst nur Inhalt subjektiver Empfindung oder Vorstellung ist“. Er analysiert die Reflexionsbestimmungen in ihrem Verhältnis zueinander und zeigt auf, dass ihnen in ihrer Isolierung gegeneinander keine Wahrheit zukommt. Der vom Verbrecher verletzte an sich seiende Wille ist auch sein eigener, vernünftiger Wille: „Die Verletzung, die dem Verbrecher widerfährt, ist nicht nur an sich gerecht – als gerecht ist sie zugleich sein an sich seiender Wille, ein Dasein seiner Freiheit, sein Recht“ (R 190). Durch Minister Altenstein wurde Hegels Philosophie in Preußen begünstigt.[24]. Dieser Mangel an konkreter Subjektivität ist nach Hegel der Grund für die unmittelbare Einheit der Pflanze mit ihrer Umwelt, die sich in der ununterbrochenen Aufnahme nicht individualisierter Nahrung, im Fehlen von Ortsbewegung, animalischer Wärme und Gefühl zeigt (E II 373 f.). So wurden ihm „ungenaues Lesen“,[85] „Totalitarismus“[86] und „Aussage(n), die an Verleumdung grenzen“[87] vorgeworfen. Hegel wendet sich gegen die Tendenz seiner Zeit, einen Bruch zwischen dem „Objektiven der Handlungen“ und dem „Subjektiven der Beweggründe, des Inneren“ vorauszusetzen. Über das Bild Christi in der deutschen Philosophie des 19. Nebenbei arbeitet er an seinen Schriften. In ihr lebt „ein Volk für sein Werk“ und bringt das hervor, „was sein inneres Prinzip ist“ (VPhW 12, 45).